28.09.2007 20:49
Gefahr im Netz
Shannon
konnte die Fußschritte hinter sich hören als sie nach Hause ging. Der
Gedanke, dass sie verfolgt wird, ließ Ihr Herz schneller schlagen. Du
bist lächerlich, sagte Sie sich selbst, Niemand verfolgt dich. Um
sicher zu gehen beschleunigte Sie Ihr Schritttempo, doch die Schritte
glichen sich den ihren an. Sie hatte Angst nach hinten zu sehen und sie
war froh dass sie fast zu Hause war. Shannon sagte ein schnelles Gebet:
"Gott, bitte lass mich sicher nach Hause kommen." Sie sah das Außenlicht brennen und rannte den Rest des Weges, bis zum Haus.
Erst
mal drinnen, lehnte sie sich einen Moment gegen die Tür, erleichtert in
den sicheren vier Wänden ihres Zuhauses zu sein. Sie sah aus dem
Fenster um nachzusehen ob jemand da draußen war. Der Gehweg war leer.
Nach
dem Durchblättern Ihrer Bücher, entschloss sie sich einen Snack zu sich
zu nehmen und online zu gehen. Sie loggte sich unter Ihren Nicknamen
ByAngel213 ein. Sie sah in Ihre Buddyliste und stellte fest dass
GoTo123 online ist. Sie schickte ihm eine Nachricht.
ByAngel213:
Hi! Ich bin froh dass du online bist! Ich hab geglaubt dass mich jemand
nach Haus verfolgt hat. Es war total komisch!
GoTo123: Du guckst zu viel Fern. Wieso sollte dich jemand verfolgen? Wohnst du nicht in einer sicheren Gegend?
ByAngel213:
Natürlich wohne ich in einer sicheren Gegend. Ich nehme an dass ich mir
das nur eingebildet habe, denn ich hab niemanden gesehen, als ich
rausgeschaut habe.
GoTo123: Es sei denn du hast deinen Namen übers Internet rausgegeben. Das hast du doch nicht gemacht oder?
ByAngel213: Natürlich nicht. Ich bin doch nicht doof, weißt du?
GoTo123: Hattest du ein Softball Spiel nach der Schule heute?
ByAngel213: Ja und wir haben gewonnen!
GoTo123: Das ist Klasse! Gegen wen habt Ihr gespielt?
ByAngel213: Wir haben gegen die Hornets gespielt. Der irren Uniformen sind total schrecklich! Sie sehen aus wie Bienen.
GoTo123: In welchem Team spielst du?
ByAngel213: Wir sind die Canton Cats. Wir haben Tigerpfoten auf unseren Uniformen. Die sind total cool.
GoTo123: Hast du gepitched?
ByAngel213:
Nein, ich spiele second Base. Ich muss weg. Meine Hausaufgaben müssen
fertig sein bevor meine Eltern nach Hause kommen. Ich will sie nicht
verärgern. CU.
GoTo123: Bis dann. CU.
Währenddessen......
GoTo123
ging zum Mitglieds Menü und begann die suche nach ihrem Profil. Als er
es fand, markierte er es und druckte es aus. Er holte einen Stift
heraus und begann aufzuschreiben was er bis jetzt über Angel wusste.
Ihr Name: Shannon
Geburtsdatum: 3 Januar 1985
Alter: 13
Staat in dem sie wohnt: North Carolina
Hobbies: Softball, Chore, Skating und Shoppen.
Neben dieser Information wusste er dass sie in Canton wohnt, weil sie es ihm grad gesagt hat.
Er
weiß, dass sie bis 18:30 Uhr alleine war und das jeden Nachmittag, bis
Ihre Eltern von der Arbeit kommen. Er wusste dass sie im Schulteam
donnerstagnachmittags Softball spielt. Und dass sich das Team Canton
Cats nennt.
Ihre Glückszahl 7 ist auf dem Rücken Ihrer Uniform gedruckt.
Er
wusste dass sie im siebten Schuljahr der Canton Junior High School war.
Das hat sie ihm erzählt. All dies in einer Unterhaltung die sie online
hatten. Er hatte jetzt genug Information um sie zu finden
Shannon
erzählte Ihren Eltern nicht von dem Geschehen auf dem Weg nach Hause.
Sie wollte nicht dass sie Ihr eine Szene machen und ihr verbieten zu
Fuß nach Haus zu gehen nach dem Softball Spiel. Eltern übertreiben
immer maßlos und Ihre waren die Schlimmsten. Sie wünschte sie wäre kein
Einzelkind. Wenn sie doch einen Bruder und eine Schwester hätte, dann
wären ihre Eltern nicht so übertrieben beschützerisch.
Bis
Donnerstag hatte Shannon die Fußschritte längst vergessen. Sie war grad
mitten im Spiel als sie merkte, dass jemand sie an starrte. In dem
Moment fielen ihr auch wieder die Schritte ein. Sie sah von Ihrem
Second Base nach oben, um festzustellen, dass ein Mann sie genau
beobachtete. Er lehnte sich gegen den Zaun und lächelte, als sie ihn
ansah. Er sah überhaupt nicht Angst einflößend aus und sie vergaß
schnell wieder Ihre Bedenken
Nach dem Spiel saß er auf einer
Bank in Ihrer Nähe, als sie noch kurz mit dem Trainer sprach. Sie
bemerkte sein Lächeln auf ein Neues und ging an ihm vorbei. Er nickte
und sie lächelte zurück.
Ihm fiel der Name auf dem Rücken
Ihres Trikots auf, und er wusste, dass er sie gefunden hatte. Er ging
mit einem sicheren Abstand hinter ihr her. Sie waren nur ein Paar
Häuser von Shannons zu Hause entfernt. Und als er wusste wo sie wohnt,
ging er schnell zurück zum Park um sein Auto zu holen Jetzt musste er
warten.
Er
entschloss sich etwas zu essen bis die Zeit gekommen ist nach Shannons
Haus zu gehen. Er fuhr zu einem Schnellrestaurant und blieb dort bis es
Zeit war seinen Schritt zu machen.
Shannon war in Ihrem Zimmer
als sie Stimmen im Wohnzimmer hörte. Shannon, komm her, Ihr Vater rief.
Er hörte sich besorgt an, und sie konnte sich keineswegs vorstellen
warum.
Sie ging ins Zimmer, als sie den Mann vom Spielfeld auf dem Sofa sitzen sah.
Setz dich, fing ihr Vater an, dieser Mann hat uns grad eine sehr interrasante Geschichte über dich erzählt.
Shannon
ging zu einem Stuhl gegenüber im Raum. Wie konnte er ihren Eltern
überhaupt irgendetwas erzählen? Sie hatte ihn bis heute noch nie zuvor
gesehen!
Weißt du wer ich bin Shannon? fragte der Mann sie.
Nein, antwortete Shannon.
Ich bin ein Polizist und dein Online Freund, GoTo123.
Shannon war erstaunt. Das ist nicht möglich! GoTo ist ein Kind in meinem Alter! Er ist 14 und wohnt in Michigan!
Der Mann lächelte. Ich
weiß dass ich dir das erzählt habe, aber es war nicht wahr. Siehst du
Shannon, es gibt Menschen online die nur so tun, als ob sie Kinder
wären; Ich war einer von denen. Doch während andere es machen um Kinder
zu finden und Ihnen weh zu tun, gehöre ich zu der Gruppe die es macht
um Kinder zu schützen.
Ich bin hergekommen um dich zu finden und
um dir beizubringen wie gefährlich es sein kann zu viel Information
rauszugeben, an Menschen übers Internet. Du hast mir genug erzählt, um
es mir leicht zu machen dich zu finden.
Dein
Name, die Schule die du besuchst, der Name deines Ball Teams und die
Position in der du spielst. Die Nummer und der Name auf deinem Trikot
machte das Finden nur noch einfacher.
Shannon war immer noch erstaunt. Du wohnst nicht in Michigan?
Er lachte. Nein, ich wohne in Raleigh. Es hat dir ein sicheres Gefühl gegeben zu glauben, dass ich so weit weg wohne, nicht wahr? Sie nickte.
Ich
hatte Freunde deren Tochter war genau wie du, nur hatte sie nicht so
viel Glück. Der Mann fand sie und tötete sie während sie allein zu Haus
war.
Kindern wird beigebracht nie jemanden zu sagen wenn sie
allein zu Hause sind, jedoch tun sie es ständig, online. Sie tricksen
dich aus Informationen rauszugeben, ein wenig hier, ein wenig da.
Bevor du es weißt, hast du ihnen genug erzählt damit sie dich finden können, ohne dass du es überhaupt bemerkt hast.
Ich hoffe dass du daraus etwas gelernt hast und demnächst vorsichtiger bist.
Das werd ich versprach Shannon.
Wirst du anderen davon erzählen damit sie auch sicher sind?
Das verspreche ich!